Chemie

Nach Schätzungen des Fachverbandes Abiquim (Associação Brasileira da Indústria Química) dürften die Umsätze der chemischen Industrie Brasiliens auch in den kommenden Jahren weiter anziehen, zumal die Nachfrage aus zahlreichen Sektoren weiter zunimmt. Bis 2017 dürften sich die gesamten Investitionen auf 20,3 Mrd. US$ belaufen. Davon entfallen 9,3 Mrd. US$ auf Vorhaben, die bereits angelaufen oder schon beschlossen sind. Projekte im Wert von 9 Mrd. US$ werden derzeit geprüft und 2 Mrd. US$ sollen auf Instandhaltungsarbeiten, Prozessoptimierungen sowie auf Sicherheits- und Umweltmaßnahmen entfallen. Gespeist wird die chemische Industrie vom boomenden Agrarsektor (langfristige Ausweitung der Erntemengen/rasante Entwicklung im Bereich Biokraftstoffe), von der Baubranche, vom industriellen Bereich wie Kfz, Pharma, Kosmetika sowie Farben und Lacke. Die Branche trägt rund 3% zum brasilianischen Bruttoinlands-produkt und etwa 11% zur Mehrwertschöpfung in der verarbeitenden Industrie bei. Die meisten Fabriken des Sektors befinden sich im Südosten Brasiliens und dort vor allem im Bundesstaat São Paulo. So sind 706 der insgesamt 1.006 Fabriken zur Erzeugung von Chemikalien für den industriellen Gebrauch im Südosten angesiedelt. Andere wichtige Regionen sind Südbrasilien mit 159 und der Nordosten mit 114 Produktionsstätten.

 

Verband 

Brasilianischer Verband der Chemieindustrie
Associação Brasileira da Indústria Química - ABIQUIM
www.abiquim.org.br